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«Garimperos» (Goldgräber)




Paisagem do Pará 2021 
Oil on Canvas 180cmx120



Von Zürich tief hinein in den Amazonas. Eine Verflechtung von Familiengeschichte und einem gelben Edelmetall. Ausgangspunkt ist die Serra Pelada. Ein riesiges Loch im Norden von Brasilien, das von Menschen ohne Hilfe von Maschinen in die Landschaft gegraben wurde in der Hoffnung auf eine Goldader zu stossen. Das Loch ist schon längst ein See aber die Goldgräber (Garimpeiros) gibt es immer noch. Wer sind diese Menschen, die im Amazonas Regenwald tiefe Wunden hinterlassen? Ich bin in Curionopolis-Brasilien «Die Vergnügungsstadt der Serra Pelada» geboren und lebe seit meinem neunten Lebensjahr in Europa. Mein jetziger Wohnort ist die Schweiz, das Land, dass 70% des weltweit gehandelten Goldes raffiniert. Meine Wurzeln sind unvermeidlich mit dem Schicksal von mehreren Generationen von Goldsuchern im Amazonas Regenwald verbunden. Mein Opa war Goldgräber, mein Vater war Goldgräber und zwei meiner Onkels sind immer noch Goldgräber.








Pará 1989


«Ouro» nuggets



Garimpeiros e meu pai. Oil on canvas (2020)


Neue Antworten auf Fragen nach der eigenen Herkunft im Dialog mit dem bekannten Unbekannten werden gesucht. Meine aktuelle Suche begann als ich eine Fotografie von meinem Vater als Goldgräber fand. Das Foto zeigt im Vordergrund ihn und 3 weitere Kollegen, wie sie 1989 in Pará, Brasilien, Gold schürfen. Mein Vater hält eine Wasserpumpe und schaut wie alle anderen Akteure in die Kamera. Der Hintergrund zeigt eine umwälzte Landschaft, die im Schlamm zu ersticken scheint.




Die Entdecker und die Kolonisierten. Inwieweit hilft mir meine doppelte Staatsangehörigkeit «die Fremde» kritisch zu reflektieren? Ich kann mich als Ethnologin fühlen, die die Fremde erkundet oder als dazugehörige Person, die ihre eigentliche Heimat neu entdeckt. Führen die verschiedenen Standpunkte zu verschiedenen Ergebnissen? Wie sieht die Ästhetik einer kulturell globalisierten Welt aus?